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Bewährt und effektiv: Stromsparen

30. August 2022

Bewährt und effektiv: Stromsparen

Die Verknappung von Gas durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hat laut Prognosen der Energieversorger auch steigende Strompreise in privaten Haushalten zur Folge. Klassisches Stromsparen kann in der Miet- oder Eigentumswohnung sowie im Einfamilienhaus zu einer Entlastung der Stromrechnung führen.

Der typische Stromverbrauch (vgl. Kasten) liegt im 4-Personen-Haushalt in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus bei rund 3100 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr, während er im Einfamilienhaus 4000 kWh ausmacht. Rund die Hälfte dieses Bedarfs wird typischerweise zum Kochen, Spülen, Waschen und Trocknen gebraucht. 10 % fliesst in die Beleuchtung und circa 30 % in Elektronik und verschiedene Kleingeräte. Auf diesen Verbrauch haben neben Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern auch Mieterinnen und Mieter Einfluss und können das Sparpotenzial nutzen, um der steigenden Stromrechnung entgegenzuwirken.

Stromsparen – als Begriff etwas verpönt, aber für alle einfach umzusetzen – ist in der Regel nicht mit Komforteinbusse, sondern mit Veränderung der Gewohnheiten verbunden. Zu den prominenten Beispielen gehört die Eier-Koch-Methode des Alt-Bundesrats Ogi. Er demonstrierte 1988 im Schweizer Fernsehen, wie wir energiesparend Eier kochen können: zwei Fingerbreit Wasser, Deckel auf die Pfanne, wenn das Wasser ordentlich sprudelt, Herd ausschalten und Restwärme nutzen.

Spartipps vom Kühlen bis zum Trocknen

Wer die Geräte richtig nutzt, schont bereits das Portemonnaie. Beim Geschirrspüler bedeutet das beispielsweise erst den Startknopf zu drücken, wenn die Maschine voll ist. Auf das Vorspülen unter dem Wasserhahn kann verzichtet werden.

Bei Kühl- und Gefriergeräten reicht die Temperatur von 7°C beziehungsweise -18°C. Zudem sind warme Speisen vor dem Einräumen ins Kühl- oder Gefriergerät immer abzukühlen. Der beste Ort, Gefriergut aufzutauen, ist der Kühlschrank, da sich dadurch sein Inneres abkühlt.

Wer den Backofen nutzt, kann getrost aufs Vorheizen verzichten und spart damit 20 % der Energie. Zu den weiteren Sparmöglichkeiten gehört das Backen mit Umluft an Stelle Ober- und Unterhitze sowie das Ausschalten des Geräts bereits 5 Minuten vor Backende, um von der Nachwärme zu profitieren.

Auch bei der Waschmaschine gilt: Erst bei voller Trommel in Betrieb setzen, eine tiefe Temperatur und das Sparprogramm wählen. Es dauert zwar länger, hat aber den Vorteil, dass es gegenüber dem Kurzprogramm bis zu 40 % weniger Strom und weniger Wasser braucht. Und für das Trocknen der sauberen Wäsche sorgen am energiesparendsten Wind und Sonne im Freien.

Einfach ausschalten

Für die Beleuchtung kommt heute nur noch LED-Technik in Frage. Sie setzt neue Massstäbe bezüglich Effizienz, Qualität und Lebensdauer und reduziert den Stromverbrauch gegenüber Halogenleuchten um 80 %. Am meisten Energie lässt sich ausserdem noch immer sparen, wenn das Licht ausgeschaltet wird, wo es keines braucht.

Das grösste Sparpotenzial bei Fernseher, Computer und weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik bildet das Vermeiden des Standby-Verbrauchs. Geräte sind deshalb bei Nichtgebrauch ganz vom Netz zu trennen, was sich meistens sehr komfortabel mit einer schaltbaren Steckdosenleiste erreichen lässt.

Mit vielen weiteren Stromspar-Tipps hilft die Energieberatung Region Winterthur weiter. Sie bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinden Dägerlen, Dinhard, Elgg, Elsau, Hagenbuch, Hettlingen, Lindau, Pfungen, Seuzach, Turbenthal, Wiesendangen und Wila kostenlose Erstberatung:

Energieberatung Region Winterthur, Telefon 052 368 08 08,
energieberatung@eb-region-winterthur.ch, www.eb-region-winterthur.ch

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